Naher Osten 2010 – Teil 12: Weiter rund um Göreme

Die Gegend gefällt uns so gut, das Wetter ist einfach herrlich – wir bleiben also weiterhin in Kappadokien, machen viele Wanderungen rund um das kleine Städtchen Göreme und die umliegenden Täler. Es ist irre: Du gehst ein kleines Stück und die Ausblicke ändern sich total. So divers sind die bizarren Tuffstein-Formationen, so phantasievoll ist die Natur in ihrem Reichtum an Formen und Farben, dass es uns immer wieder aufs Neue fasziniert. Die Fülle natürlicher Plastiken kommt einer Märchenwelt gleich und eigentlich fehlen nur noch Gnome und Feen. Was vor Millionen von Jahren Vulkanausbrüche in die Wege leiteten, besuchen heute mehr als 1 Mio Touristen jährlich. Wir suchen uns meist Pfade abseits der begangenen und ausgetretenen Wege und entdecken immer wieder völlig einsame Plätzchen, u.a. für unsere Mittagspausen. Nur selten begegnen wir unterwegs anderen Individualtouristen, die nicht nur den Bus für ein halbes Stündchen verlassen.


Wenn wir dann in einem stillen Tal oder hoch am Berg sind und der Gesang des Muezzins klingt weit vom Minarett des Dorfes, wird das Herz richtig weit und man möchte fast das „Allahu akhbar“ mitsingen.
Kappadokien besitzt neben der faszinierenden Landschaft auch ein grosses kulturgeschichtliches Erbe aus byzantinischer Zeit – mehr als 1000 Höhlenkirchen, nicht wenige davon sind mit ehemals prachtvollen Fresken, in unterschiedlichem Erhaltungszustand, ausgemalt.
Im Zemi-Tal treffen wir auf ein älteres Paar, das mühsam mit Pferd und einfachstem Pflug den Acker bestellt. Max bietet ihnen seine Hilfe an, die dankbar angenommen wird. (Anm.: da war mehr als nur das Pferd aufrecht halten! :))

Auch hier stehen dutzende Felsspitzen in der Gegend rum. Mal ganz ehrlich: Wer denkt bei diesem Anblick nur an – sagen wir – Spargel? 🙂
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2 Antworten zu Naher Osten 2010 – Teil 12: Weiter rund um Göreme

  1. Hallo Ihr Beiden!
    Nach einem Seminar Ausflug an die südl. Grenze von Österreich (Pliperk) zu dt. Bleiberg melde ich mich wieder bei Euch. Beeindruckende Bilder !!, Bitte Weitermachen So. LG
    Sepp

  2. Anmerkung zu vorhin
    Bleiburg statt Bleiberg.
    Dt. ist schon eine schwere Sprache 🙂