Südliches Afrika 2025/2026, Teil 4

Teil 4 – Über die nördliche Garden Route und die Karoo in die Cederberg Mountains

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Zurück zu Teil 3: Von Namibia nach Kapstadt und entlang der südlichen Garden Route


LETZTES UPDATE: 26.01.2026 (wird gerade bearbeitet!)

Donnerstag, 01.01.2026

Das Jahr beginnt wie fast jeden Tag mit Yoga und einer kleinen Wanderung durch den südafrikanischen Busch (fynbos genannt), gefolgt von einem hervorragenden Frühstück, made by Heidi 🙂

Dann zockeln wir gemütlich – bald wieder auf Asphalt – in die selbsternannte Welthauptstadt der Vogel-Strauss-Zucht, nach Oudtshoorn. In der Umgebung hat es wirklich viele Straussenfarmen, wir haben rund um Witsand aber schon mehr gesehen.

Kaum drehe ich Heidi bei einem kurzen Einkaufsstop den Rücken zu, hat sie gleich eine Menge Fans:

Wir sind hier in der sogenannten Kleinen Karoo. Hier ist es trockener und noch wärmer als im Küstenstreifen, da durch eine Bergkette vom Ozean getrennt.

Trotzdem wachsen auch in der kleinen Karoo trockenresistente, wunderschön blühende Sukkulenten. Die Blüten sehen dem Goldlauch sehr ähnlich, ist aber eine völlig andere Art (Tylecodon Cacalioides):

Durch hügelige Landschaften …

… fahre ich bei etwa 37°C noch bis in den kleinen Ort Calitzdorp. Hier nisten wir uns ausnahmsweise wieder mal auf einem sehr netten Campingplatz ein und chillen ein bisserl.

Freitag, 02.01.2026

Weiterchillen, Wäsche waschen, in eine Weinkellerei gehen und dort gut Essen und Trinken.
Tag geschafft.

.Samstag, 03.01.2026

Auf der R62 geht’s nach Calitzdorp westwärts fahrend gleich einmal in die Berge und die Landschaft wird dramatisch – auch wenn die Fotos das nicht annähernd wiedergeben können.

Hier in der Kleinen Karoo dominieren zumindest optisch die Sukkulenten die Vegetation, besonders die schönen Aloen:

Nach dem Huisrivierpass (nur gut 350m hoch) biege ich rechts ab, um auf Schotter das Highlight des Tages anzusteuern: Den Seweweeks-Poort, übersetzt 7 Wochen Pass. Der Stausee am Schluchteingang ist praktisch leer …

… dann windet sich die Piste entlang eines kleinen Bächleins zwischen den Felsen langsam höher.

Weil ich nicht den großen Umweg über Laingsburg machen will, fahre ich nach dem spektakulärsten Abschnitt auf selben Weg wieder zurück zu unserer Hauptroute Richtung Kapstadt, auf die Route 62.
Diese Strasse gilt ein bisschen als südafrikanisches Äquivalent zur berühmteren Route 66 in den USA.

In der Kleinstadt Montagu machen wir Halt und übernachten ausnahmsweise auf einem Campingplatz.

Sonntag, 04.01.2026

Vor dem Frühstück eine Wanderung, samt Bad in einem kleinen Wasserfall.
Bald hat die Morgensonne den angenehm kühlen Frühnebel aufgelöst, mit der Hitze des Tages kommt uns das Wasser des Baches gerade recht.

Wir sehen kleine Antilopen, vermutlich Klippspringer und Rock Dassies bzw. Klippschliefer, die ein bißchen wie Murmeltiere ohne Schwanz aussehen.

Weil für morgen auch an der Küste sehr sommerliches, fast windstilles Wetter vorhergesagt ist, beschließen wir noch einen Badetag einzulegen.

Wir essen enttäuschend in Kleinmond und fahren zum Übernachten an den Strand von Betty’s Bay.

Herrlich ruhig und angenehm kühl wird diese Nacht.

Montag, 05.01.2026

Kurze Fahrt weiter nach Pringle Bay Beach, wo wir über eine weiße Düne an den Strand stapfen.
Ich baue unseren Sonnenschutz auf, Heidi bastelt derweil das Frühstück und schon sind wir für den Beach-Tag gerüstet.

Morgens ist das Wasser noch so richtig kalt, angeblich 15°C, dann am Nachmittag muss mit der Flut wohl die Strömung gewechselt und bedeutend wärmeres Wasser angespült haben – es ist jetzt richtig angenehm!

Den herrlichen Tag beschließt ein fürstlich gutes Essen im „The Cork“ Restaurant hier im Ort.
Geschlafen wird am Strandparkplatz, wie immer völlig unbehelligt.

Dienstag, 06.01.2026

Der heutige Tag ist bewölkt. Schade, denn bei Schönwetter würde der Clarence Drive entlang der Küste bestimmt zu dem schönsten dieser Reise zählen.

So halten wir uns nicht lange auf und kommen nach gut 80 km bei zeitweiligem Nieselregen (!) am späten Vormittag wieder in Kapstadt an.

Gleich bei der Einfahrt zum Hafengebiet begrüßen uns Delfine, die nur ganz wenige Meter vom Land entfernt ihre Saltos schlagen. Wie wunderbar!

Den Tag verbringen wir in den Shopping Malls, Abwechslung muß sein 😉 und abends sind wir in einem Panoramarestaurant im 17. Stock mit Blick auf die Stadt.

Mittwoch, 07.01.2026

Schön langsam wird’s Zeit Heidi an den Flughafen zu bringen. Das Wetter hat sich über Nacht gebessert und so gibt’s nochmal einen schönen Blick auf den Tafelberg, von der Stadtautobahn aus:

Dann schauen wir noch gemeinsam bei einem Fahrzeugbauer vorbei, der preislich höchst interessante Sachen macht. Leider keine absetzbare Wohnkabine, aber z.B. von fixen Kabinen für Singlecabs über Iveco-Ausbauten bis hin zu Expeditions-LKWs.

Die Rechtslenkerthematik ist natürlich ein Problem für mich, außerdem ist mir der Chef hier nicht besonders sympathisch. Jedenfalls war’s ganz gut mal selber zu sehen was die Südafrikaner zu welchen Preisen so machen können.

Der Flughafen von Kapstadt ist kleiner als erwartet, recht übersichtlich. Hier verabschiede ich mich nach 10 Wochen gemeinsamer, großartiger Reise von Heidi.

Für mich geht’s solo weiter in ein paar Werkstätten für Luxi. Der Kühler bräuchte ein neues Netz und ich finde recht schnell einen Spezialisten, der das kann. Der Preis ist exakt der selbe wie vor ein paar Tagen in in Knysna erfragt. Leider dauert’s auch hier 3 bis 4 Tage, so lange will ich nicht warten bzw. das kann ich später auch noch erledigen.

Auch mit der Felge für’s Ersatzrad habe ich nach einiger Zeit Glück und bekomme eine gebrauchte Stahlfelge um kleines Geld.

Die Autoelektriker machen hier alle pünktlich Feierabend und ich gebe die Suche diesbezüglich schlussendlich auf. Gerne hätte ich das mit der falsch anzeigenden Tankuhr noch erledigt. Immerhin habe ich bei der Suche ein paar gute Tipps bekommen und wieder was gelernt. Es ist ja nix umsonst …

Wie nun weiter? In der Gegend um die Cederberg Mountains und generell im Landesinneren soll es in den nächsten Tagen extrem heiß werden, 40°C im Schatten und mehr. Nein danke. Da drehe ich Luxis Nase kurz entschlossen Richtung Südosten und fahre lieber ans Meer.

Am Clarence Drive erlebe ich einen wunderbaren Sonnenuntergang, unser Heimatstern versinkt hinter dem Kap der Guten Hoffnung.

Donnerstag, 08.01.2026

Ich habe in einer Parkbucht am Clarence Drive übernachtet und fahre die wunderschöne Straße, immer entlang des Meeres, bis Pringle Bay wo ich mit Heidi vor ein paar Tagen schon war.

Mit einer kleinen Wanderung auf den Pringle Bay Peak beginnt der Tag so richtig.
Der Berghang ist vor ein paar Monaten abgebrannt, jetzt zeigen sich überall herrliche Fynbos-Blüten.

Freitag – Samstag, 09.-10.01.2026

Beachdays am feinweißen Strand, mit Entdeckung des Book Club Restaurants im nahen Badeort Pringle Bay.
Yummy. Unter anderem die besten Austern meines Lebens bisher.

Fun Fact: Im Ort treiben manchmal Paviane ihr Unwesen, die Bewohner halten mit „einbruchsicheren“ Mülleimern und striktem Verhaltenskodex (u.a. niemals füttern!) dagegen.

Das alles gibt es in mehreren Orten Südafrikas.

Was ich allerdings noch nie gesehen habe: Hier gehen ein halbes Dutzend meist Schwarze den ganzen Tag mit den Pavianen durch den Ort und die Umgebung und warnen mit Vuvuzelas (das sind diese nervtötenden Tröten, die man aus der Fußball-WM in Südafrika kennt) vor den Tieren. Verjagen oder gar töten dürfen sie die Affen nicht, es gibt offensichtlich eine einflussreiche Tierschutzlobby.

Es ist relativ windig am Strand und so fahre ich am Samstag nachmittags die ca. 100 km in das Dorf Greyton, wo es mir um Weihnachten herum schon so gefallen hat. Im Lucy Blu Restaurant erkennt man mich wieder, es ist schon fast ein heimeliges Gefühl hier 🙂

Rund um Greyton brennt der Busch, die Feuer sind gestern bis ganz nahe an das Dorf gekommen, erzählt man mir. Alle paar Jahre braucht der Fynbos das Feuer, um manche Pflanzensamen erst zum Keimen zu bringen.
Es ist vor allem abends ein bissl unheimlich, die Feuer auf den Berghängen rundherum lodern zu sehen.

Sonntag, 11.01.2026

Buschfeuer hin oder her, eine schöne Wanderung will ich unbedingt machen um mir die Füße zu vertreten. Wo es schon gebrannt hat, ist es ungefährlich weil ja so gut wie nichts mehr da ist, was noch brennen könnte.

Die ersten 7 Kilometer geht es durch verbrannten Busch, an den Hängen über mir und gegenüber schlagen 4-5 Meter hohe Flammen aus dem Unterholz und fressen sich langsam zu den Bäumen hoch, es kracht unheimlich.

Erst auf den letzten Kilometern vor meinem Tagesziel, einem wunderschönen Wasserfall, ist der Busch derzeit noch intakt. Von allen Seiten nähert sich auch hier das Feuer, es ist aber noch ein oder zwei Kilometer entfernt und brennt sich nur recht langsam durch.

Jedenfalls ist der Pool unterhalb des Oakes-Wasserfalls genial. Fast kreisrund und sehr tief.
Oberhalb gibt es noch ein paar weitere kleinere Becken, die mit etwas Buschkraxelei zu erreichen sind.

Ich verbringe den ganzen Tag hier, weit und breit keine Menschenseele.
Ok, es sind insgesamt 17 Kilometer und gut 1000 Höhenmeter hierher. Aber an einem wolkenlosen Sonntag doch verwunderlich.
Nur ein paar Agamen, Libellen und Frösche teilen sich diese absolute Idylle mit mir.

Erst auf dem Rückweg, etwa eine halbe Stunde vor Greyton, dann eine weitere Begegnung: Auf einem breiten Weg, unmittelbar vor mir, plötzlich eine Bewegung. Eine etwa 1,5 m lange, wunderschön gelb-orange gefärbte Kap-Kobra schlängelt vor mir. Wir haben beide gerade nicht aufgepasst. Ich meinen Gedanken nachhängend, sie wohl in der Nachmittagssonne dösend. Die Kobra stellt erschrocken ihre Seitenwangen links und rechts des Kopfes auf, verzichtet aber auf einen Angriff und flüchtet lautlos über den verbrannt-schwarzen Boden hinter einen Stein.
Glück gehabt, es ist eine der giftigsten und gleichzeitig agressivsten Schlangen Afrikas.

Montag, 12.01.2026 bis Dienstag, 13.01.2026

Chillen, spazieren, gut essen.

Mittwoch, 14.01.2026

Ich bin schon vor Sonnenaufgang putzmunter und gehe spontan noch einmal zum Oakes Falls Wasserfall. Teils weil es dort so schön ist, hauptsächlich aber um ein bisserl Kondition zu bekommen. Die Buschfeuer brennen immer noch.

Am Nachmittag sehe ich mir aus Interesse ein paar zum Verkauf stehende Grundstücke an, die freundliche Maklerin ist höchst kompetent und im Prinzip läuft hier alles genauso ab wie bei uns, mit Vermessung durch einen Geometer, Grundbuch, Bauzonen mit Mindestabstand zum Nachbarn, eingetragenen Gefahrenzonen, etc. etc.

Am frühen Abend verlasse ich Greyton. Lange habe ich überlegt in welche Richtung es gehen soll, die Wettervorhersage gibt den Ausschlag: Im Osten Südafrikas gibt es heuer extreme Regenfälle, Überschwemmungen. Im Krüger Nationalpark z.B ist Land unter, sämtliche Flüsse sind weit über die Ufer getreten. An der Südküste gibt’s ebenfalls viel Regen die nächsten Tage.
Jenseits der Küstengebirge, im meist staubtrockenen Namaqaland, gehen die Temperaturen übers Wochenende auf angenehme 25 bis 30 Grad zurück, bevor es dann wieder Richtung 40°C und mehr geht. Das ist die Chance – ich drehe Luxis Nase also nach Norden und fahre durch weitläufige Apfel- und Birnenplantagen über Villiersdorp nach Worcester.

Die Nacht verbringe ich kurz vor Worcester (auf Afrikaans sprechen die Leute es hier als „Woster“ aus, was bei mir anfangs für Verwirrung sorgt) bei einem großen Stausee.

Donnerstag, 15.01.2026

Es ist kühl, heute Nacht hat es leicht genieselt. Bei 20 Grad brauche ich definitiv die Autoheizung 😊.

Kurz vor Ceres ein Coffeeshop mit gutem hausgemachtem Sauerteigbrot und Käse, dann führt die Straße durch eine schöne Schlucht. In Ceres kaufe ich für die nächsten Tage alles weitere ein. Die Stadt ist zu gefühlt 95% schwarz, aber relativ wohlhabend und angenehm.

Weiterhin viele Obst- und Weinplantagen, die manchmal von Pavianherden geplündert werden. Kaum sehen sie mich, flitzen sie wie von der Tarantel gestochen davon und hechten über die Absperrzäune.

Mittlerweile sind die Wolken abgezogen, es wird schnell wieder fein warm.

Die gute Straße schraubt sich über den Gydo-Pass von etwa 500 auf 1000 m.ü.M.
Die umliegenden Berge sehen fast so aus wie bei uns und auch hier man kann schön den Föhneffekt sehen, wenn die auf der Küstenseite abgeregneten Wolken in das hiesige Talbecken fallen und trockene Fallwinde mit sich bringen:

Hier in der Nähe des Ortes „Op die Berg“ gibt es interessante Felsformationen und mehrere Wanderwege, die ich mir für ein anderes Mal vormerke.

Über den steilen Katbakkies Pass (teilweise asphaltiert) fahre ich weiter nach Nordosten in die Karoo, der sehr trockenen Halbwüste, die von den fruchtbaren, feuchteren Gegenden weiter südlich durch mehrere Gebirgszüge getrennt wird. Hierher verirren sich extrem wenige Regenwolken, die Vegetation ist entsprechend karg.

Mein Ziel ist der Tankwa Karoo Nationalpark. Viel starkes Wellblech auf dem Weg dorthin und wegen des starken Windes ziehe ich eine lange Staub- und Sandfahne hinter mir her.

Mit den letzten Sonnenstrahlen fahre ich durch das unbewachte Tor in den Nationalpark.
Gleich danach stehen 4 wunderschöne Oryx-Antilopen neben der Piste und wissen nicht so recht, ob sie sich vor Luxi fürchten sollen oder nicht.
Kurz darauf schrecke ich einen enorm großen Raubvogel auf. Es dürfte ein Kampfadler sein, der größte Adler Afrikas.

In einem trockenen Wadi übernachte ich.

Freitag, 16.01.2026

Der Tag beginnt angenehm kühl bei 18 Grad und Yoga im Schatten einer Akazie.

Als ich weiter durch den Tankwa Karoo Park schaukle, sehe ich viele, viele Springbock-Antilopen, die in hohen Sprüngen Reißaus nehmen sowie argwöhnische Vogel Strauße. Auch Paviane sind zu sehen. Ansonsten gibt der Park nicht wahnsinnig viel her, ich habe mir von der Landschaft dramatischeres erwartet. Daher fahre ich an der Nationalparkinfo und -rezeption vorbei, ohne anzuhalten. Übernachten will ich hier ja nicht. Da finde ich mir allein bestimmt noch was besseres außerhalb des Parks.

Vorbei an weiteren vereinzelten Oryx- und Steinbock-Antilopen kurve ich über den ziemlich spektakulären Cannaga-Pass hinauf auf eine Hochebene. Bei der Auffahrt treffe ich nach 24 Stunden wieder einmal auf ein anderes Auto.

Am frühen Nachmittag verlasse ich den Nationalpark, wieder durch ein offenes Tor.


Vereinzelte verlassene, manchmal auch noch aktive Gehöfte alle paar Kilometer. Wie können die hier aus der kargen Landschaft ein Auskommen finden? Ein bisschen Merino-Schafzucht, ein paar Ziegen, das ist alles.
Wasser wird praktisch in der gesamten Karoo mit Windrädern wie aus alten Wildwestfilmen nach oben gepumpt.

Der kleine Ort Middelpos passt ins Bild: Wie eine verlassene Geisterstadt im Mittelwesten, samt einsamem Hotel und aufgegebener Tankstelle.

Inmitten dieser Einsamkeit, bei der Ortsausfahrt ein Bild wie aus einer anderen, modernen Welt: Polizeikontrolle! Übrigens die erste in Südafrika. Aber ausgerechnet hier?

Jedenfalls scherze ich gleich mit den freundlichen drei Officers, sie wundern sich über das Linkslenkerauto und wir plaudern so über Gott, die Welt, Wellblechpisten und das fehlende südafrikanische „Pickerl“. Letzteres kann ich schnell wegdiskutieren, wir verabschieden uns fast wie alte Freunde.

Als ich – noch in Sichtweite – eine Piste nehme, die nicht schnurstracks in den nächsten Ort führt sondern über eine Alternativstrecke die mir auf der Karte lohnenswerter erscheint, fahren sie mir mit Blaulicht und Folgetonhorn besorgt nach. „Nein, nein!“, sage ich. „Keine Sorge, ich hab‘ mich nicht verirrt. Mir sind kleine Pisten über die Berge einfach lieber. Ausserdem gibt’s dort ganz bestimmt keine verdammten Polizeikontrollen!“
Die drei kringeln sich vor Lachen in ihrem schicken Polizeiauto.

Und so ist es. Die nächsten Kilometer sind herrlich einsam, kleine Hofstellen weit abseits der meist ganz gut fahrbaren Piste sind oft nur durch die dort gepflanzten Bäume ersichtlich: Winzige grüne Oasen inmitten der schier unendlich weiten Landschaft.

So manches Gatter muss ich öffnen und hinter mir wieder schließen. Es ist Farmland, auch wenn es nicht den Anschein hat.

An ausgetrockneten kleinen Stauseen vorbei, in der sich etwas Bewuchs gehalten hat und aus denen Antilopenherden verschreckt flüchten, als sie mein UFO namens Luxi sehen.

Auch Riesenheuschrecken (Phymateus morbillosus) flüchten. Diese ziemlich massiven Insekten fliegen wie rote-blaue Pfeile durch die Luft. Ihre massiven leuchtend roten Körper und graublau gesprenkelten Flügel sind ein schöner Anblick.

Auf einem Pass in 1460 m Seehöhe mache ich Schluss für heute.
Auf dem Weg hierher finde ich – so wie im Sudan und in Saudi-Arabien – versteinerten Meeresboden.

Vermutlich aus der Devon-Periode, also etwa unglaubliche 240 Millionen Jahre alt und so liegt er hier, direkt vor meinen staubigen Füßen. Als wären nur ein paar Tage vergangen seit der sandige Meeresboden aus einem flachen Meer durch gigantische Kräfte hochgehoben und durch geologisch-physikalische Kräfte in Stein verwandelt wurde.

Und nachts: Noch nie, nicht mal in der Arabischen Wüste, habe ich so einen gigantischen Sternenhimmel gesehen wie hier.

Kühl ist es natürlich auch hier heroben. Eine zusätzliche Decke und warme Schlafsocken kommen mir gut zupass 🙂
Sommerwarme, trockene Tage und kühle Nächte – so mag ich’s.

Samstag, 17.01.2026

Erst gegen Mittag fahre ich weiter, passiere eine größere Schaffarm und dann ändert sich die Umgebung: Tafelberge bzw. Zeugenberge wohin das Auge blickt.
Ich mag die gerne, sie erinnern mich an die Nordsahara.

Auch die Schilder an den Gattern, durch die ich muss ändern sich insofern, als der Ton deutlich rauer wird. 😊 Ich denke aber nicht, dass so heiß gegessen wie gekocht wird. Zumindest hab ich keine Schüsse mitbekommen …

So gegen 16 Uhr treffe ich etwas östlich von Calvinia auf die Asphaltstraße und hab‘ dort endlich wieder Handyempfang. Im Supermarkt etwas Obst und Gemüse gebunkert, ansonsten gibt’s wenig Grund sich in diesem Ort aufzuhalten. Der eine oder andere Bettler nervt. Alten Leuten gebe ich ja immer Geld oder Kleidung etc., aber den jüngeren sieht man’s oft schon von weitem an, dass sie Geld („I want to buy bread, mijnher“, immer derselbe Spruch) eher in Alkohol oder Drogen investieren.

Gut 30 Kilometer Asphalt, dann biege ich in Richtung Süden ab. Erst ist die Piste noch ausgezeichnet, dann muss ich wieder Luft aus den Reifen lassen um die Schläge des Wellblechs und der groben Steine zusätzlich ein bisschen abzufedern.

Mein Übernachtungsplatz liegt auch heute wieder an der Piste, direkt am Geländeabbruch des Botterkloof-Passes. Die allgegenwärtigen Zäune links und rechts lassen keine Geländefahrt zu. In der Ferne höre ich ab und zu die Paviane in den Felsen bellen, sie zeigen sich aber nicht.
Kein Auto die ganze Nacht.

Sonntag, 18.09.2025

Bei Sonnenaufgang 9 Grad. Alle paar Monate soll die Standheizung eh mal kurz laufen. Na gut, dann erledige ich das heute, obwohl es eine halbe Stunde später auch durch die kräftige Sonne schon angenehm warm ist.

Die Piste führt mich erstmal 500 Höhenmeter tiefer …

… und wird mit Überschreiten der Grenze zur Provinz Westkap schlagartig besser.

Ein kleines bisschen grüner wird die Landschaft auch. Kleine Bäume und Büsche, die ersten Rinderherden sind zu sehen.

Zeit zum Frühstücken, aber zuvor vertrete ich mir die Beine auf einem Wanderweg zu Felszeichnungen der Urbevölkerung, der San.

Auf 9 Stationen finden sich unter Überhängen im Sandstein – entlang eines heute ausgetrockneten kleinen Flusses – teils recht beeindruckende Kunstwerke.

Ich nähere mich jetzt der Gegend, die einerseits für den Rooibos-Tee bekannt ist – das weltweit einzige Anbaugebiet liegt genau hier, von hier stammt die Pflanze ursprünglich auch.
Die Farmer säen im Februar / März aus. Nach gut einem Jahr wird geerntet. Fünf Jahre lang dürfen die Sträucher wachsen, dann wird gerodet und neu gepflanzt.

Andererseits ist der hiesige besonders feste und griffige Sandstein unter Kletterern und Boulderern äußerst beliebt. Außerdem sieht der manchmal graue, manchmal rote Sandstein durch die Verwitterungsformen sehr attraktiv aus, finde ich.

Am Pakhuis-Pass wandere ich einfach mal drauflos in so ein Klettergebiet. Außer mir keine Menschenseele. Die „Felsnarrischen“ kommen wohl nur im Südwinter hierher, im hiesigen Sommer ist es zu heiß zum Klettern.
Ich bin mittlerweile so gut akklimatisiert, dass ich unter 28 Grad das Autofenster zumache und mir eine dünne Jacke anziehe.

In der Ortschaft Clanwilliam esse ich in einer schönen Lodge (herrlicher Garten mit Koi-Fischen) was Gutes.
Die Fahrt geht dann entlang eines Stausees und ein schwarzer Autostopper den ich mitnehme erzählt mir, dass das die erste Fahrt seines Lebens im Auto sei, also nicht auf der Ladefläche eines Pickups. Dabei ist der Kerl bestimmt schon 40 plus.
Soviel zum Thema Apartheid ist längst Vergangenheit. Das wäre naiv zu glauben.

Auf übler Piste rumple ich noch ein, zwei Stunden entlang eines schönen Tals flussaufwärts bevor ich für heute Schluss mache.

Montag, 19.09.2025

Frühmorgens ganz offiziell im Cederberg Gebiet angekommen.
Zedern sind weit und breit keine zu sehen.

Kurz nach obigem Schild erst Erleichterung über die perfekt befestigte Straße und dann ein Schreck:
Auch hier hat es kürzlich gebrannt.

Die Straße führt über einen Paß nach oben. Wenn hier alles grün wäre, bestimmt ein Träumchen!

Auf der jenseitigen Paßseite sprießt schon wieder frisches Grün, eine grazile Rehantilope (Pelea capreolus) freut sich darüber.
Wasser gibt’s hier genug, von überallher gurgeln kleine Bäche auf eine Hochebene.

Kurz vor dem Örtchen Cederberg, der eigentlich nur aus einer Weinkellerei und ein paar Häusern für die Angestellten besteht, ein Wanderweg zu zwei Felsformationen: Lot’s Frau und zur Vensterklippe.
Mein Afrikaans-Basiswissen sagt mir: Fensterfelsen? Das könnte interessant werden! Rein in die Trekkingsandalen und los geht’s.

Die Landschaft enttäuscht nicht: Wirklich coole Sandsteinformationen, fast so schön wie in Saudi-Arabien, und ich bin genauso mutterseelenalleine wie dort.

Südafrika hat halt den unschlagbaren Bonus, daß es wenige Kilometer weiter eine sehr nette Weinkellerei gibt 🙂 Übrigens eine der höchstgelegenen Kellereien Südafrikas. Das bedeutet kühle Nächte, heiße Tage, dazu bestes Quellwasser und guter, sandiger Boden.

Das Endprodukt kann sich wirklich schmecken lassen.
Sowas sucht man bei den Arabern derzeit noch vergeblich.

(Nur eine Auswahl)

Für die nächsten zwei Tage ist für die Gegend sehr heißes Wetter angesagt, um die 40°C.
Ich bleibe daher hier auf der Höhe auf knapp 1000m und suche mir was feines zum Schwimmen …

… und finde auf dem Weg dorthin die ersten süßen Brombeeren des Jahres!
Nicht schlecht für Mitte Januar.

Montag, 19.01.2026

Der Campingplatz der Weinkellerei liegt wunderschön am Bach und bei einem weißen Sandstrand.

Zwar ist der Platz ist zwar bei weitem nicht voll, aber mir ist trotzdem ein kleines bisserl zu viel los.

Ich hau‘ mich daher über einen halb zugewachsenen Forstweg in die Büsche, genieße die völlige Einsamkeit.

20.-21.01.2026

Ein paar Kilometer weiter gibt’s noch eine Farm auf der man übernachten kann.  Hier ist so gut wie nix los. Passt. Ich mache ein paar Tage Reisepause.

Rasenfläche, schattenspendende Eichen, ein eigenes Bad, ein Badeteich mit eßbaren Seerosen (ja, schmecken zart und gut!) und fußläufig ein sehr gutes Restaurant. Perlhühner und Pferde laufen herum und machen die Idylle perfekt. Auf einem halben Hektar wird auf der Farm auch Wein angebaut.

Eine self-service Weinverkostung mit den Waterblommetjies (Seerosen) nach einem 300 Jahre alten Rezept, erzählt mir der Chefkoch:

Schmeckt wesentlich besser als es aussieht.

Eigentlich wollte ich hier viel wandern gehen, aber eine Talseite ist vor 2 Wochen völlig abgebrannt und die Wege noch gesperrt. Nicht weiter tragisch, ich hab‘ auch so genug zu tun: Blog schreiben, ein bissl an Luxi rumschrauben, die weitere Reise planen und meinen anstrengenden Verpflichtungen als Geschäftsführer nachkommen.

Donnerstag, 22.01.2026

Erst nach Mittag fahre ich los, will mir dann bei Truitjieskraal die angeblich großartigen Gesteinsformationen ansehen weil es praktisch am Weg liegt – aber ohne Permit geht da nix. Die arme Dame die hier Dienst schiebt und ohne Telefon/Internetverbindung in der völligen Einsamkeit sitzt bleibt standhaft. Kein Problem, sage ich, bitte ein Permit für einen Erwachsenen. Nein, leider verkauft sie hier keine. Na, wo ich denn sonst ein Permit bekommen könnte, frage ich. In Matjesrivier, eh „nur“ etwa 45 Minuten Fahrt entfernt. Immerhin informiert sie mich, dass nur der erste, kleine Teil des Weges geöffnet sei, wegen der Buschfeuer.
Na, sicher nicht werde ich hin und zurück 1 ½ Stunden meiner Lebenszeit wegen eines Permits auf der grottenschlechten Piste verbringen. Manchmal nervt CapeNature, die Verwaltungsbehörde der meisten Nationalparks hier im Westen Südafrikas, einfach nur. Wenn sie wenigstens das Online-Buchungssystem so gestalten würden, dass es brauchbar wäre. Aber selbst die Angestellten geben zu, dass so gut wie niemand damit zurechtkommt.

Ich fahre also weiter. Durch schöne, trockene Berg- und Hügellandschaft windet sich die Piste über kleinere Pässe und durch Flusstäler mit Bewuchs und Obstanbaugebieten.

Immer wieder sind auch Olivenhaine dabei.

Nur die steilsten Straßenabschnitte wurden für ein paar hundert Meter asphaltiert.

Endlich, endlich, nach gefühlt hunderten Kilometern im Gebiet der Cedarberg Mountains sehe ich mal die namensgebenden Bäume:

Vor allem im 19. Jahrhundert hat man die Zedern hier zu tausenden gefällt. Zum Häuserbau aber vor allem für Strom- und Telegrafenmasten in der gesamten Provinz Westkap und darüber hinaus. Was heute noch an Zedern steht, dürfte wohl nur noch der klägliche Rest eines einstigen Waldgebietes sein.

In einem Eukalyptuswäldchen (diese aus Australien stammenden Bäume haben viele der heimischen Zedern verdrängt) finde ich ein wunderbares Plätzchen zum Übernachten, ideal mit morgendlichem Schatten fürs Yoga.

Die Affen bleiben auf Distanz.

Freitag, 23.01.2026

Der Kreis schließt sich: Wo ich vor 8 Tagen in die Tankwa Karoo abgebogen bin, stoße ich wieder auf die Asphaltstraße.
Damals habe ich mir vorgenommen, in der Gegend eine kleine Wandertour zu unternehmen. Zu dem Zeitpunkt war es etwas bewölkt, heute ist das Wetter ideal. Nicht mehr ganz so heiß wie die letzten Tage, aber keine Wolke am Himmel und ein bisschen Wind der kühlt.

Mein Ziel ist der Heiveld Arch, ein Felsbogen in der Sandsteinlandschaft. Klingt gut.
Weil man aus Sicherheitsgründen (Kobras!) nirgendwo alleine wandern gehen darf…

… schlage ich mich auf geheimen Pfaden bis zu einem Stausee durch und folge erst dann dem offiziellen Weg.

Schöne Buschlandschaft mit übermannshohen Proteen, die schon verblüht sind.

Teilweise muss man ein bisschen die Hände zu Hilfe nehmen, an solchen Stellen sind Haken eingelassen.

Schöne Gegend wieder mal, das eine oder andere Felsenfenster ist auch dabei.

Nach etwa 1 ½ Stunden Aufstieg stehe ich vor dem Felsbogen:

Von der anderen, sonnenbeschienenen Seite sieht er noch besser aus:

Hier oben wachsen auch schön blühende Aloen:

Keine 20 Kilometer sind es bis zur Ortschaft Op Die Berg, wo ich endlich wieder tanken und einkaufen kann.
Von hier drehe ich Luxis Nase nach Norden, Richtung Citrusdal.

Schöne Landschaft, vereinzelt Zedern aber hauptsächlich Obst- und Zitrusfrüchteanbau.
Wenn man bei uns in Europa südafrikanische Orangen, Zitronen oder Äpfel und Birnen kauft, kommen die meist aus dieser herrlichen Gegend.

Ein letzter Pass auf leider sehr schlechter Piste ist zu überwinden …

… dann bin ich in Citrusdal. Hier hab‘ ich mir schon ein gutes Restaurant ausgesucht, auf einer Bio-Landwirtschaft.

Ich werde kulinarisch nicht enttäuscht. Alles ist ganz frisch zubereitet, die damit einhergehende Wartezeit ist trotz schon knurrendem Magen das Erlebnis wert.

Die Preise sind unschlagbar für die Qualität die man hier bekommt.
In Österreich zahlt man das 4 bis 5-fache. Für den ausgezeichneten Wein das 10fache.

Auch das Bio-Olivenöl hier ist extrem gut, aber nicht ganz billig, zumindest für hiesige Verhältnisse. Jedenfalls ist es den Preis mehr als wert (1l kostet 260 ZAR ~ 13,50 € für allererste Spitzenqualität).

Samstag, 24.01.2026

Mein nächstes Ziel ist der südlichste Zipfel der Cedarberg Mountains.
In der Beaverlac Nature Reserve soll es schöne Wanderungen geben. Los geht’s!

Von Citrusdal weg endlich wieder mal Asphalt, wenn auch nur für etwa 40 Kilometer. Das Navi führt mich dann durch Farmland, ich muss mehrere Zaungatter öffnen und hinter mir wieder schließen.
Schließlich stehe ich am Fuß der Dasklip Pass-Straße, die steil in Serpentinen nach oben auf eine Hochebene führt. Dieses Stück ist asphaltiert, trotzdem ist ein Fahrzeug bei der Bergabfahrt abgestürzt und gottseidank noch irgendwie zwischen den Felsen des Steilhanges hängen geblieben. Das passiert hier öfters, erzählen mir die freundlichen Leute vom Abschlepp- und Bergedienst. Eine Kombination von steiler Straße und Automatikauto, wenn die Fahrer(innen) stur auf „Drive“ bleiben und dann die Bremsen überhitzen, statt den ersten oder zweiten Gang einzulegen.

Luxi schnauft tapfer die knapp 500 Höhenmeter nach oben, dann geht’s von dieser Hochebene auf Schotter sehr steil bergab runter zur Beaverlac Nature Reserve. Ich hab in letzter Minute noch für die Campsite dort für 2 Nächte gebucht und bin überrascht wie viel hier los ist.
OK, es ist Wochenende, aber so einen Andrang hätte ich angesichts der Abgeschiedenheit der Gegend nicht erwartet. Der Platz ist rappelvoll mit jungen Leuten – hauptsächlich aus dem knapp 200 km entfernten Kapstadt – die hier zelten.

Wäre ich nicht so mühsam hierhergekommen, ich hätte auf der Stelle umgedreht und die Flucht ergriffen.

Na ja, ich mache das Beste draus. Ein einigermaßen ruhiges Plätzchen kann ich nach etwas Sucherei noch finden:

Morgen wandere ich eh und dann sehen wir weiter.

Die ersten süßen Brombeeren des Jahres hatte ich schon, hier sind die Feigen schon fast reif 😊

Sonntag, 25.01.2026

Auf dem sogenannten „Leopard Trail“ wandere ich auf schmalem Pfad den Ratelrivier flussaufwärts. Schon wenige hundert Meter vom Camp bin ich völlig allein und die wirklich schöne Landschaft versöhnt mich mit dem gestrigen Abend: Herrliche Mini-Wasserfälle ergießen sich in tiefe Pools die ich nur mit ein paar Sunbirds, wilden Ringeltauben, Falken und Adlern hoch über mir teile.

Nach einer knappen Stunde Gehzeit schon der erste wunderbare Schwimmteich.
Namen hat er laut Karte keinen, kurzerhand nenne ich ihn „Emerald Pool“:

Nach einer schnellen ersten Erfrischung (die Sonne brennt ganz schön, das Wasser hat erfrischende 22 Grad) kraxle ich über den kleinen Wasserfall hoch und finde weitere Becken, die in der Sonne glitzern.

Ein Stückchen weiter können auch die Totem-Pools durchaus gefallen …

…, noch kitschiger finde ich es aber ein kleines Stück oberhalb.
Eine Geschmacksfrage.

Ein Weg hat längst aufgehört zu existieren, auch meine sonst hervorragende OSM-Karte zeigt hier nichts mehr an. Also schlage ich mich entlang des Bächleins nach oben, hantle mich über kleine Felsvorsprünge, durch Schwemmholzansammlungen und manchmal durch den Busch.

Schlangen sehe ich keine, ich hab‘ mir einen kräftigen Stock geschnappt und versuche außerdem, immer fest aufzustampfen.
Manchmal erwische ich einen Blick auf Rock Dassies (Procavia Capensis) die über die Felsen flitzen. Paviankot ist immer wieder mal zu sehen, diese Tiere lassen sich aber nicht blicken.

Auf einer Hochebene wird es flacher …

… und ich komme zu ein paar Ferienhäusern und einem kleinen Stausee.

Den Rückweg lege ich etwas anders an und plötzlich finde ich einen kleinen Pfad, der mich zurück zum Leopard Trail und den Totem Pools führt.
Da werde ich die OSM-Karte um ein fehlendes Stück ergänzen können.

Ein herrlicher Tag endet gegen 16 Uhr am fast völlig verlassenen Campingplatz. Die Meute ist längst auf dem Nachhauseweg Richtung Kapstadt.
Nur eine Grau-Manguste (Galerella pulverulenta) und viele Perlhühner erkunden Luxis Standplatz.

Höchste Zeit für einen neuen Blogabschnitt.
Hier geht’s weiter zu Teil 5.


Größenvergleich Südafrika und Europa:



Die bisherige Solo-Reiseroute in Südafrika gemäß GPS-Aufzeichnung (vom 7.1.2026).
Die Karte ist zoom- und verschiebbar.


Die bisherige Reiseroute in Südafrika gemäß GPS-Aufzeichnung (vom 6.12.2025 bis 7.1.2026).
Die Karte ist zoom- und verschiebbar.