März 2019: Sudan, Teil 3

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SUDAN – TEIL 3

Die Woche nach der grossen Trekkingtour verbringen wir mit Wanderungen zu bereits bekannten, großartigen Felszeichnungen in der Gegend um unser Basislager in Karkour Talh.

Violette Route: 11. März 2019
Blaue Route: 12. März 2019 (mit Kfz-Unterstützung)
Gelbe Route: 13. März 2019
Braune Route: 14. März 2019

(die Karte ist zoom- und verschiebbar)

An einem dieser Tage – die Sonne ist bereits untergegangen und es wird gerade dämmrig – sitzen wir wie üblich am Lagerfeuer. Plötzlich sehe ich direkt vor meinem rechten Auge eine Fliege ungewöhnlich ruhig in der Luft stehen und kann nur noch denken „Shit – a botfly!“ und dann spüre ich auch schon eine kleine Irritation im Auge. Erst ist es nicht schlimm, dann wird die Reizung aber immer stärker.
Nun ist es so, dass in der Uweinat Region dank einiger weniger Wasserstellen Mähnenschafe (arabisch: Waddan, lat. Ammotragus lervia) überleben können. Auf einer der Wanderungen haben wir sogar ein paar dieser scheuen Tiere sehen können.
Diese Mähnenschafe werden von Dasselfliegen (engl. botfly, lat. Oestrus ovis) parasitiert.
Manchmal kommt es vor, dass eine Dasselfliege auch Menschen befällt und so hat diese Fliege ihre Larven in mein Auge gespritzt.
Unbehandelt können solche Larven im Auge – abgesehen von den Schmerzen – zu Glaukomen oder sogar Netzhautablösungen führen.
Es folgt eine mehrstündige, schmerzhafte „Operation“. András kann mit einem sauberen Taschentuch gezählte 27 Larven manuell aus meinem Auge entfernen. Sie sind winzig, nicht größer als eine Nadelspitze und offensichtlich sehr schwer zu finden. Schließlich tränt mein Auge wie verrückt, nicht nur wegen der Larven sondern auch wegen der Blendwirkung des starken Lampenscheins.
Leider gibt’s von dieser Aktion keine Fotos, alle waren irgendwie zu beschäftigt … 🙂

Am nächsten Tag ist alles wieder gut und ich kann tadellos sehen. Alhamdulillah!
Hier noch ein paar Highlights der besichtigten Felsbilder, zwischen 5400 und 8000 Jahre alt:

FORTSETZUNG FOLGT

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