Südafrika 2026-2027: Anreise und die ersten Tage

Mittwoch, 28. Oktober 2026:

Die Abreise vom Flughafen Salzburg aus verläuft etwas holprig:
Erst verweigert mir Lufthansa die Beförderung, weil ich kein Visum für Südafrika habe (brauche ich eigentlich nicht, aber Details sind den netten Damen am Check-in Schalter egal), dann muss ich ein zusätzliches Rückflugticket kaufen, was auch nicht gerade flutscht.

Dann wird dieses Ticket erst nach einer Stunde Telefonat mit Callcentern zwischen Frankfurt und Malaysia anerkannt.

Dann hat der Flieger nach Frankfurt Verspätung, weil er einen platten Reifen hat.

Schließlich wird der heutige Flug nach Frankfurt ersatzlos gestrichen.

Die Lufthansa-KI bucht mich ohne zu fragen auf morgen um 06:30 früh (!) SZG-FRA um, mit 10 Stunden (!) Aufenthalt in Frankfurt, dann weiter Frankfurt – München und München – Kapstadt.

Auf diese Odyssee habe ich keine Lust. Nach stundenlanger Telefoniererei kann ich die ersten beiden Flugsegmente streichen lassen und fliege morgen um 19:25 von München direkt nach Südafrika.

Donnerstag, 29. Oktober 2026:

Nachmittags bin ich am Bahnhof Freilassing. Hier die nächste Hiobsbotschaft: Soeben ist ein Stellwerk bei Rosenheim defekt geworden, alles steht.
Ich warte noch eine Dreiviertelstunde, dann muss Heidi mich mit dem Auto nach München fahren. Es nutzt nix.

Ab dann funktioniert alles wie es soll. Das mit dem südafrikanischen Visum kann ich hier am Lufthansa Schalter dank dem gestern zusätzlich gebuchten Rückflug schnell klären und endlich bin ich um halb acht Uhr abends auf dem Weg.

Freitag, 30. Oktober 2026:

Ich werde von der Firma, bei der ich Luxi über den Südwinter in einer Halle eingestellt hatte, pünktlich am Flughafen in Kapstadt abgeholt, wechsle schnell in – der Aussentemperatur angepasste – kurze Hosen und kann gut eine Stunde später Luxi in Empfang nehmen.
Er bekommt vor Ort eine neue Dachluke für das Bad verpasst …

… und nach einer Katzenwäsche sind wir zwei abfahrtsbereit.

Ich fahre die gut 20 Kilometer nach Melkbosstrand ans Meer um mich in aller Ruhe zu akklimatisieren und mit einem grossen Gin&Tonic meine Ankunft zu feiern.

Es ist relativ kühl hier am Meer. Die Wassertemperatur beträgt nur etwa 13-14 Grad, dazu Sonnenschein aber ein frischer Wind aus Süden.
Weiter als bis zu den Knöcheln geh ich also nicht ins Wasser 🙂

In der Sonne ist es tagsüber fein und kurze Hose mit T-Shirt sind mehr als ausreichend . Aber so ab 17 Uhr braucht man wegen dem Wind ein dünnes Jackerl.

Ich bleibe noch ein paar Tage, gehe gut Fisch und Muscheln essen, die Restaurantpreise in Südafrika sind immer noch ausgesprochen günstig.
Lebensmittel und vor allem Sprit sind jedoch wesentlich teurer geworden als noch im Frühjahr.
Das heißt: Selber kochen macht noch weniger Sinn als zuvor, hihi.

Samstag/Sonntag, 30./31. Oktober 2026:

Einkäufe erledigt, Strandspaziergänge.
Die Seele in aller Ruhe nachkommen lassen.

Ich baue den mitgebrachten neuen Warmwasserboiler ein und bastle auch sonst noch ein paar Sachen.
Dabei gibt es an meinem ruhigen Schlafplatz tagsüber immer wieder freundliche Begegnungen.

Später wird mir der Kleine die Eingangstüre (unabsichtlich) mit seinem Krokanteis verschmieren 🙂

Montag, 1. November 2026:

Am frühen Nachmittag entscheide ich spontan, dass es Zeit ist aufzubrechen.
Der Wind hier nervt mich. Ich will es wärmer haben.

Sobald ich ein paar Kilometer von der Küste weg bin, speziell ab Erreichen der Küstenberge, lässt der Wind schlagartig nach und es ist richtig Sommer!

Zuerst durch abgeerntete Weizenfelder, Kapstadt nördlich umfahrend und später zwischen Weinbergen hindurch führt mich die Straße in die Weinbaugegend von Paarl und Stellenbosch.

Bei Worcester mache ich Stopp beim Botanischen Garten wo es jede Menge steppentypische Pflanzen gibt. Auch die Köcherbäume die ich so mag sowie verschiedenste Sukkulenten und Aloen.

Köcherbäume

Eine kurze Wanderung geht sich vor der Schliessung um 18 Uhr noch aus …

… dann übernachte ich direkt beim Eingang des botanischen Gartens.

Dienstag, 2. November 2026:

Noch ein kurzer Rundgang durch die nett angelegten Wege.
Leider blühen jetzt im Frühsommer kaum Pflanzen, interessant ist es allemal.

Die frei laufenden Perlhühner sind bei meinem Yogaplatz g’schaftig unterwegs.

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